Komplizen des Erkennungsdienstes. Das Selbst in der digitalen Kultur. Von Andreas Bernard

In seinem Buch "Komplizen des Erkennungsdienstes" geht es Andreas Bernard um das Selbst in der digitalen Kultur. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass auffällig viele Verfahren der Selbstpräsentation und Selbsterkenntnis in der digitalen Kultur auf Methoden zurückgehen, die in der Kriminologie, Psychologie und Psychiatrie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erdacht wurden: Das Format des "Profils", in den Sozialen Netzwerken heute unbestrittener Ort der Selbstdarstellung, entstand als "psychiatrisches Profil" von Internierten oder als "Täterprofil" von Serienmördern.

ISBN 978-3-10-397301-3     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Ein Afrikaner in Paris. Léopold Sédar Senghor und die Zukunft der Moderne. Von Hans Belting und Andrea Buddensieg

Léopold Sédar Senghor (1906 - 2001) war nicht nur der erste Präsident des unabhängigen Senegal. Er war darüber hinaus eine Symbolfigur des Dialogs der Kulturen nach dem Ende der Kolonialzeit. 1968 wurde er dafür mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Seine Vision einer postkolonialen Moderne wollte das Monopol des Westens brechen und setzte doch auf Verständigung. Hans Belting und Andrea Buddensieg unternehmen die erste umfassende Würdigung Senghors und seines Lebenswerks in deutscher Sprache.

ISBN 978-3-406-71830-4     28,00 €  Portofrei     Bestellen

Reform vs. Revolution. Zur Relevanz marxistischer Theorie für die Soziale Arbeit. Von Tobias Kraus

Welche Relevanz hat marxistische Theorie heute für die Soziale Arbeit? Welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen? Tobias Kraus nutzt die Diskussion aus den 1970er Jahren als Anknüpfungspunkt für seine Argumentation. Aktuelle kritische Sozialarbeit wird dargestellt und als zu kurz gegriffen bezeichnet. Das Buch arbeitet die Bedeutung heraus, die ein marxistisches Verständnis für Soziale Arbeit im gegenwärtigen Kapitalismus haben könnte. Würde sie dies konsequent umsetzen, müsste daraus eine veränderte Praxis mit progressiveren Zügen hervorgehen. Tobias Kraus macht Vorschläge, wie eine antikapitalistisch ausgerichtete Soziale Arbeit in ihren Grundzügen aussehen und wie in der konkreten Praxis vorgegangen werden könnte. Ebenso nimmt er mögliche Folgen und Probleme in den Blick.

ISBN 978-3-89438-682-5     9,90 €  Portofrei     Bestellen

Sicherheitskritische Mensch-Computer-Interaktion. Interaktive Technologien und Soziale Medien im Krisen- und Sicherheitsmanagement. Hrsg. Christian Reuter

Dieses Lehr- und Fachbuch gibt eine fundierte und praxisbezogene Einführung sowie einen Überblick über Grundlagen, Methoden und Anwendungen der Mensch-Computer-Interaktion im Kontext von Sicherheit, Notfällen, Krisen, Katastrophen, Krieg und Frieden. Dies adressierend werden interaktive, mobile, ubiquitäre und kooperative Technologien sowie Soziale Medien vorgestellt. Hierbei finden klassische Themen wie benutzbare (IT-)Sicherheit, Industrie 4.0, Katastrophenschutz, Medizin und Automobil, aber auch Augmented Reality, Crowdsourcing, Shitstorm Management, Social Media Analytics und Cyberwar ihren Platz.

ISBN 978-3-658-19522-9     39,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Spaß an der Sache. Alle Essays. Von David Foster Wallace

"Eine Kompetenzgranate mit Dauerzündung, die unterhalten, aber nicht unterfordern will." Ulrich Blumenbach.
Zum zehnten Todestag des wichtigsten amerikanischen Autors seiner Generation erscheinen alle Essays in einem Band. Gerade die Essays und Reportagen sind für viele Kritiker und Leser Wallace' Königsdisziplin, und in dieser nach Themen geordneten Anthologie sind seine Beobachtungsschärfe und sprachliche Brillanz neu zu entdecken. Neben Romanen und Erzählungen hat David Foster Wallace immer auch Essays geschrieben, mal im Auftrag von Zeitschriften und Zeitungen, mal für Sammlungen.

ISBN 978-3-462-04989-3     36,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Welt, die meine war. Die sechziger Jahre. Von Ketil Bjornstad

Der norwegische Musiker und Bestsellerautor Ketil Bjørnstad hat sich mit seinem neuen Projekt ein großes Ziel gesetzt: Jedem Jahrzehnt seines Lebens soll ein Roman gewidmet werden. Er beginnt mit den sechziger Jahren und zeigt die Ereignisse aus der Sicht des jungen Ketil, der immer ein wenig anders denkt als seine Zeitgenossen: Chruschtschow findet er gut, Kennedy ist für ihn ein fieser Schleimer. Die sowjetischen Kosmonauten sind ihm eher ein Vorbild als die Astronauten aus den USA. Sein politisch aktiver Vater und seine musikalische Mutter prägen sein Leben in diesen Jahren, auch wenn sich erst langsam abzeichnet, dass hier ein musikalisches Genie heranwächst.

ISBN 978-3-95510-163-3     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Wurzeln des Lebens. Von Richard Powers

"Die Wurzeln des Lebens" ist ein großer epischer Roman, der unseren Platz in der Welt neu vermisst.
In Richard Powers Erzählwelt ist alles miteinander verknüpft. Die Menschen sind miteinander verwurzelt wie ein Wald. Sie bilden eine Familie aus Freunden, die sich zum Schutz der Bäume zusammenfinden: der Sohn von Siedlern, die unter dem letzten der ausgestorbenen Kastanienbäume Amerikas lebten; eine junge Frau, deren Vater aus China eine Maulbeere mitbrachte; ein Soldat, der im freien Fall von einem Feigenbaum aufgefangen wurde; und die unvergessliche Patricia Westerford, die als Botanikerin die Kommunikation der Bäume entdeckte.

ISBN 978-3-10-397372-3     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Mittagsstunde. Von Dörte Hansen

Die Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen. Großmutter Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Großvater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen ließ?

ISBN 978-3-328-60003-9     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Robert Walser. Werke. Berner Ausgabe

Die Berner Ausgabe ist als Lese- und Studienausgabe konzipiert. Sie macht Walsers Werk in kostengünstiger und textphilologisch einwandfreier Form zugänglich und verfügt über Nachworte und Kommentare auf dem neusten Forschungsstand. Sie löst schrittweise die von Jochen Greven 1985/1986 herausgegebenen Sämtlichen Werke in Einzelausgaben ab. Wie ihre Vorgängerausgabe richtet auch sie sich an ein breites Lesepublikum. Sie erscheint komplementär zur Kritischen Ausgabe sämtlicher Drucke und Manuskripte (Verlage Stroemfeld/Schwabe).

Die Berner Ausgabe wird im Robert Walser-Zentrum in Bern erarbeitet und erscheint im Auftrag der Robert Walser-Stiftung Bern. Herausgegeben wird sie von Lucas Marco Gisi, Reto Sorg, Peter Stocker und Peter Utz. Gefördert werden die Arbeiten im Rahmen des ›Berner Modells‹ durch die Berner Kantonalbank, die Burgergemeinde Bern, die Stadt Bern und den Lotteriefonds des Kantons Bern.

Werke. Berner Ausgabe Briefe 1-3. Von Robert Walser

Robert Walser ist als Briefschreiber noch zu entdecken. Seine Briefe sind nicht bloß die private Rückseite des Werks, sondern dessen integraler Teil. Deshalb wird die Berner Ausgabe der Werke Walsers mit einer neuen, umfassenden Briefedition eröffnet. Sie gibt Einblick in die Existenzbedingungen von Walsers "Poetenleben" zwischen Zürich, Berlin, Biel, Bern und Herisau. In den Briefen lernen wir Walser in seinem weit verzweigten Netzwerk kennen, das von den nächsten Geschwistern bis zu Hesse und Hofmannsthal reicht. Wir werden Zeugen, wie raffiniert und hartnäckig er gegenüber Verlegern und Redakteuren sein literarisches Überleben behauptet. Im Kampf um Zeilenhonorare und im kritischen Kommentar zur Gegenwart wird der hellwache, weltzugewandte Walser hörbar. Dagegen spricht in der Privatkorrespondenz ein verspielter und witziger Walser. Insbesondere die Briefe an seine langjährige Freundin Frieda Mermet dokumentieren eine Fernliebe delikatester Art.

ISBN 978-3-518-42845-0     68,00 €  Portofrei     Bestellen

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